Pornoskandal Schleife: Amadeu Antonio Stiftung Plakat fordert Raus aus unseren Schulen
Theaterprojekt zeigt Schülern der Oberschule Schleife pornografische Inhalte
Von Redaktion58 Aufrufe
Der Pornoskandal Schleife erschüttert Sachsen: An der Oberschule im Landkreis Görlitz wurden Neuntklässler im März 2026 mit pornografischen Bildern konfrontiert. Ein externes Theaterprojekt, gefördert von der Amadeu-Antonio-Stiftung, zeigte den 14- und 15-Jährigen explizites Material, ohne Wissen der Eltern, ohne inhaltliche Prüfung durch die Schule. Der Pornoskandal Schleife hat ein Kernproblem sächsischer Bildungspolitik sichtbar gemacht: Wer kontrolliert eigentlich, was externe Akteure in Schulklassen treiben? Die Antwort lautet: im Zweifel niemand. Publik gemacht hat den Fall die Junge Freiheit, die als erstes Medium mit betroffenen Eltern und Schülern gesprochen hatte.
Im März 2026, im Rahmen einer Projektwoche an der Oberschule Schleife im Landkreis Görlitz, wurden Schülerinnen und Schülern einer neunten Klasse pornografische Bilder gezeigt. Die Jugendlichen waren 14 und 15 Jahre alt. Verantwortlich waren zwei Personen eines externen Theaterprojekts namens „Mut", die im Auftrag des Vereins „Mutige Jugendliche in Ostsachsen finden Perspektiven" tätig waren und finanzielle Förderung von der Amadeu-Antonio-Stiftung erhielten. Bereits nach dem ersten von fünf geplanten Projekttagen reagierten Eltern, erstatteten Anzeige, und Schulleiter Jan Rehor beendete das Projekt. Der Revierkriminaldienst Weißwasser ermittelt seither wegen Verbreitung pornografischer Inhalte an Minderjährige gemäß Paragraph 184 StGB.
Das Theaterprojekt hatte sich beim Schulleiter im Januar 2026 per E-Mail beworben, thematisch ausgerichtet auf „Mut- und Hoffnungslosigkeit unter Jugendlichen angesichts aktueller Krisen". Rehor willigte ein, ohne Veranlassung zu zweifeln, zumal er aus früheren Zusammenarbeiten mit Projekten aus dem Umfeld der Amadeu-Antonio-Stiftung positive Erfahrungen kannte. Eine inhaltliche Absprache mit den Eltern, wie sie das sächsische Schulgesetz bei Themen der Sexualerziehung ausdrücklich vorsieht, fand nicht statt.
Was in der Oberschule Schleife geschah
Die beiden Projektleiterinnen ließen die 26 Neuntklässler zunächst Übungen im Wald absolvieren und anschließend durch das Klassenzimmer rennen. Dann verteilten sie Inhalte aus Rucksäcken auf dem Boden, darunter Seiten aus dem Schweizer Magazin „Queer Sex – Whatever The Fuck You Want!", das explizite Darstellungen homosexueller Sexualpraktiken enthält und mit einer Altersfreigabe ab 18 Jahren versehen ist. Ebenfalls auf dem Boden lagen Flugblätter mit politischen Parolen gegen die AfD.
Ein Kind informierte noch am Abend des ersten Projekttags seine Eltern. Die reagierten umgehend, wandten sich an die Schulleitung, und Rehor stoppte das Projekt sofort. In einem Brief an die Elternschaft bestätigte er, den Projektleiterinnen fristlos gekündigt zu haben. Der Pornoskandal Schleife war damit öffentlich.

Eltern erstatten Anzeige — Polizei ermittelt
Der Revierkriminaldienst Weißwasser hat Ermittlungen aufgenommen. Der Verdacht lautet auf Verbreitung pornografischer Inhalte an Minderjährige. Dass Eltern im Pornoskandal Schleife sofort Strafanzeige erstatteten, war die richtige Reaktion und die einzig konsequente.
Die Rolle der Amadeu-Antonio-Stiftung
Die Amadeu-Antonio-Stiftung hat sich öffentlich erklärt. In einer Stellungnahme räumt sie ein, dass der Workshop von den „Falken Berlin" durchgeführt und von ihr finanziell unterstützt wurde. Die Förderung sei gestoppt worden, man entschuldige sich bei den betroffenen Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern. Zugleich betont die Stiftung, keine Inhalte vorgegeben und keine Materialien freigegeben zu haben.
Das klingt nach einer plausiblen Abgrenzung. Es ist aber auch eine bemerkenswert bequeme. Wer Bildungsprojekte an Schulen fördert und dabei seinen Namen als Qualitätsmerkmal in Bewerbungsunterlagen schreiben lässt, trägt Mitverantwortung für das, was unter diesem Namen passiert. Die Frage, ob die Stiftung vor Projektbeginn prüfte, was den Schülerinnen und Schülern zugemutet werden würde, beantwortet die Stellungnahme nicht. Dass das Projekt zwischenzeitlich von der eigenen Förderbilanzliste verschwunden war, ehe es durch einen Archiv-Snapshot rekonstruiert werden konnte, ist kein gutes Zeichen.
Kultusminister Clemens: „Ungeheuerlicher Vorgang"
Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (CDU) nannte den Pornoskandal Schleife einen „ungeheuerlichen Vorgang" und würdigte die schnelle Reaktion der Schulleitung. Das Landesamt für Schule und Bildung prüft nun, ob gegen das sächsische Schulgesetz verstoßen wurde. Ein Sprecher erklärte, Lehrkräften könne kein Vorwurf gemacht werden, weil die Aufsichtspflicht auf pädagogische Fachkräfte übertragen werden dürfe, eine der beiden Projektleiterinnen sei ausgebildete Theaterpädagogin gewesen.
Das ist juristisch möglicherweise korrekt. An der Substanz des Problems ändert es nichts. Die Übertragung von Aufsicht setzt voraus, dass die übertragenden Stellen wissen, wem sie diese Aufsicht anvertrauen und zu welchem Zweck. Hier wusste die Schule offenbar nicht, was inhaltlich auf die Schülerinnen und Schüler zukam. Das ist das eigentliche Versagen.
Pornoskandal Schleife: Systemfehler statt Einzelfall
Die AfD-Fraktion im sächsischen Landtag hat für die Ausschusssitzung am 22. April Auskunft von Kultusminister Clemens angefordert. Unter anderem will die Fraktion wissen, an wie vielen weiteren Schulen ähnliche Projekte stattfanden. Das ist eine legitime Frage, die weit über parteipolitisches Interesse hinausgeht. Denn wenn ein Projekt wie dieses über Monate an verschiedenen Schulen angeboten werden konnte, ohne dass irgendwo eine inhaltliche Überprüfung stattfand, ist das kein Einzelfall, das ist ein Systemfehler.
Man muss nicht in kulturkämpferische Rhetorik verfallen, um den Pornoskandal Schleife klar zu benennen. Hier wurden Minderjährige, denen keine Wahl gelassen wurde, mit pornografischem Material konfrontiert, das für Erwachsene bestimmt ist. Das ist ein strafrechtlich relevanter Sachverhalt.
Was jetzt folgen muss
Elternrechte, Informationspflichten, Inhaltsprüfungen, all das existiert auf dem Papier. Im Pornoskandal Schleife hat es nicht funktioniert. Und solange nicht geklärt ist, wie viele andere Schulen ähnliche Angebote erhalten haben, ist die Beruhigung verfrüht.
Der Revierkriminaldienst Weißwasser ermittelt. Das Kultusministerium prüft. Der Gemeinderat Schleife hat sich mit dem Fall befasst. Was jetzt folgen muss, sind verbindliche Konsequenzen: für die Prüfpflichten bei externen Schulprojekten, für die Informationsrechte der Eltern und für die Frage, unter welchen Bedingungen Stiftungsförderung und politisch motivierte Bildungsarbeit Zugang zu Schulklassen erhalten dürfen.
Quellen
Junge Freiheit, Frank Hauke, 14. April 2026: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2026/eltern-in-aufruhr-vorzeigeschule-praesentiert-kindern-homo-pornos/
Junge Freiheit, Folgebericht, April 2026: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2026/jf-enthuellung-zu-pornos-in-schule-ministerium-prueft-gesetzesverstoesse/
dpa/sn via t-online, 15. April 2026: https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/gesellschaft/id_101213726/oberschule-schleife-erotik-skandal-in-9-klasse-befremdlich-.html
Amadeu-Antonio-Stiftung, Stellungnahme, April 2026: https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/stellungnahme-zu-einem-workshop-an-einer-schule-in-sachsen-163571/
nius.de, April 2026: https://nius.de/gesellschaft/kursleiterinnen-amadeu-antonio-stiftung-zeigten-neuntklaesslern-porno-fotos
Achgut.com, Stephan Kloss, 15. April 2026: https://www.achgut.com/artikel/antonio_amadeo_stiftung_foerderte_schul_porno_aktivisten
