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Elbland-Kurier
BlaulichtKommentar / Meinung

Gewalt bei Demo Oldenburg: Brutal zusammengeschlagen – unser Alptraum

Blaulicht

Von Matthias Klose11 Aufrufe
Angriff
Angriff – Foto: Angriff

Mein Name ist Claudia Herzig. Am 8. November 2025 wurden mein Partner Oliver Beier und ich Opfer von Gewalt bei Demonstration Oldenburg. Angriff von Migrantifa auf Youtuber-Paar in Oldenburg, so lässt sich aus meiner Sicht zusammenfassen, was uns an diesem Tag widerfuhr. Bei der Lorenz-Demo am Julius-Mossen-Platz wurden wir von Teilnehmern der Demonstration schwer angegriffen, nachdem ich sie aufforderte, aufzuhören, auf Busse einzuschlagen. Was ich an diesem Tag erleben musste, hat unser Leben nachhaltig verändert. Dieser Bericht ist meine persönliche Schilderung. Ich werde nicht schweigen.

Die Ordnerin kann ich nur identifizieren, nicht benennen

Ich kann die beiden ausländischen Frauen identifizieren, die angefangen haben. Ich kann einen Antifa-Fotografen als Täter benennen, inklusive dessen Namen. Auch die Ordnerin, die mich irgendwann rauszog und am Arm fixierte, damit ich nicht zu meinem am Boden liegenden Partner konnte, kann ich identifizieren. Ich schrie sie an und riss mich los. Aber es war schon geschehen. Sie hatten uns zusammengeschlagen.

Unsere Verletzungen: Gebrochenes Schienbein, Prellungen, Schock

Waden und Schienbein s förmig gebrochen, ein 10 cm langer Riss am Schienbein entlang, komplizierter Bruch. Die erste OP erfolgte noch am Abend des 08.11.2025 im Evangelischen Krankenhaus in Oldenburg. Die nächste OP folgte am 14.11.2025. Zehn Schrauben, eine durchgehende, große Platte, 26 cm lang. Wir erlitten Prellungen, Schürfwunden, Schläge ins Gesicht. Wir standen unter Schock.

[Hier würden die 3 medizinischen Bilder eingefügt: Bein mit Schiene, Röntgenbild 1, Röntgenbild 2]


verletzung1

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Gebrochenes Bein(Foto: Claudia)
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Gebrochenes Bein(Foto: Claudia )

Knochenbruch
Knochenbruch (Foto: Claudia)
Knochenbruch
Knochenbruch(Foto: Claudia)

Oliver blieb bis zum 18.11.2025 im Krankenhaus

Wir befanden uns beide im Krankenhaus. Mein Verlobter verblieb dort bis zum 18.11.2025. Zehn Tage. Zehn Tage, in denen ich nicht wusste, wie es weitergehen sollte.

Die Hölle nach dem Angriff und das Versagen der Behörden

Meinen Partner so auf der Straße liegen zu sehen, zu gedröhnt mit Betäubung, um ihn überhaupt bewegen zu können auf die Trage des Rettungswagens, das war die Hölle. Dieses Bild werde ich nie vergessen. Nie. Die Polizei kam zu spät. Viel zu spät. Als sie endlich da waren, war alles schon passiert. Ich habe keinerlei Vertrauen mehr ins deutsche Rechtssystem. Die Polizei Oldenburg weigerte sich bis jetzt, auf Aufforderung der Oldenburger Staatsanwaltschaft, eine Pressemeldung zu veröffentlichen. Warum? Warum schützt man nicht die Opfer, sondern schweigt? Die Polizei hat ein Video, auf dem zwei der Täterinnen zu sehen sind, sowie der Antifa-Fotograf als Täter. Das Beweismaterial liegt vor. Und trotzdem, keine Pressemeldung, keine öffentliche Fahndung, nichts.

Meine Wut und mein Versprechen

Ich verabscheue jeden einzelnen dieser Faschisten. Ja, ich nenne sie so. Denn wer Menschen wegen ihrer Meinung brutal zusammenschlägt, wer auf einen bewusstlosen Menschen eintritt, der ist für mich ein Faschist. Egal, welche politische Gesinnung diese Leute vorgeben zu haben. Das sage ich hier und jetzt: Ihr werdet zur Rechenschaft gezogen. Wir werden die Täter zur Rechenschaft ziehen. Jeder einzelne, der an diesem Tag auf uns eingeschlagen und eingetreten hat, wird dafür geradestehen müssen.

Hausdurchsuchung bei Linken Fotografen
Hausdurchsuchung bei Linken Fotografen (Foto: Jan A. Karon - NIUS)

Junge farbige Einwanderer
(Foto: Jan A. Karon - NIUS)

Polizei
Polizei(Foto: Polizei)

Unser Leben heute, zwei Monate danach

Noch immer, am 08.01.2026, ist unser Leben stark eingeschränkt. Zwei Monate sind vergangen, und unser Leben ist weit entfernt von dem, was es vorher war. Oliver muss noch zur Physiotherapie. Die Schmerzen sind da. Kein Autofahren seit zwei Monaten. Das Bein darf null Belastung haben, nur Krücken. Den Rollstuhl mussten wir privat organisieren, da man es nicht für nötig hielt ihn zu verschreiben, wie bei vielen Patienten. Verdienstausfall etc. Die Angst ist da. Die Wut ist da. Ich könnte schreien, wenn ich daran denke. An die Gewalt. An die Hilflosigkeit. An die Täter, die einfach weiterliefen, als wären wir nichts. An die Ordnerin, die mich festhielt, statt uns zu helfen. An das System, das uns im Stich lässt.

Wir werden nicht schweigen: Ein Aufruf gegen Gewalt bei Demonstration Oldenburg

Aber ich schreie nicht nur. Ich schreibe. Ich spreche. Ich klage an. Wir werden nicht schweigen! Ich fordere alle auf: Verbreitet es bitte überall. Teilt unsere Geschichte. Lasst nicht zu, dass so etwas unter den Teppich gekehrt wird. Was am 8. November 2025 am Julius-Mossen-Platz in Oldenburg passiert ist, darf nicht vergessen werden. Es darf nicht sein, dass Menschen in diesem Land brutal zusammengeschlagen werden, nur weil sie ihre Meinung sagen. Es darf nicht sein, dass die Täter davonkommen.

An alle, die das lesen: Die Realität in Deutschland

Wenn ihr das lest, dann wisst: So etwas kann jedem passieren. Wir haben nichts getan außer zu sagen, dass man aufhören soll, Busse zu beschädigen. Dafür wurden wir fast totgeschlagen. Dafür liegt mein Partner mit gebrochenem Bein im Krankenhaus. Dafür haben wir beide Traumata, die uns noch lange begleiten werden. Das ist die Realität in Deutschland 2025. Gewalt bei Demonstrationen wird geduldet, solange sie von der "richtigen" Seite kommt. Die Polizei kommt zu spät. Die Justiz schweigt. Und wir Opfer? Wir müssen uns selbst um Gerechtigkeit kümmern.

Meine Forderungen

Ich fordere eine sofortige Pressemeldung der Polizei Oldenburg mit Fahndungsaufruf nach den Tätern, eine lückenlose Aufklärung durch die Staatsanwaltschaft Oldenburg, die Verurteilung aller Beteiligten wegen schwerer und gefährlicher Körperverletzung sowie eine öffentliche Debatte über Gewalt bei politischen Demonstrationen.


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Die Antifa prügelt auf Journalisten - Polizei schaute zu - Auf1 - Youtube Kanal - Einfach_DemokratieDie Antifa prügelt auf Journalisten - Polizei schaute zu - Auf1


Redaktionelle Einordnung: Gewalt bei Demonstration Oldenburg

Der geschilderte Vorfall vom 8. November 2025 am Julius-Mossen-Platz wirft grundsätzliche Fragen zum Umgang mit Gewalt im Kontext politischer Versammlungen auf. Unabhängig von der politischen Ausrichtung einer Demonstration gilt: Körperliche Gewalt gegen Personen, die ihre Meinung äußern oder auf Rechtsverstöße hinweisen, ist strafrechtlich relevant und durch nichts zu rechtfertigen. Besonders kritisch ist in diesem Fall das dokumentierte Verhalten der zuständigen Behörden. Nach Darstellung der Betroffenen liegt Videomaterial vor, das mutmaßliche Täter zeigt, dennoch erfolgte bislang keine öffentliche Pressemeldung oder Fahndung durch die Polizei Oldenburg, trotz Aufforderung durch die Staatsanwaltschaft.

Dieser Vorgang wirft Fragen zur Transparenz und Gleichbehandlung auf: Würde bei vergleichbaren Gewalttaten im Umfeld anderer politischer Versammlungen ebenso verfahren? Die medizinisch dokumentierten Verletzungen, darunter ein komplizierter Schienbeinbruch mit operativer Versorgung mittels Metallplatte und Schrauben, zeigen die Schwere der Tat. Die gesellschaftliche Debatte muss sich mit der Frage auseinandersetzen, ob Gewalt bei Demonstrationen unterschiedlich bewertet wird, abhängig davon, von welcher Seite sie ausgeht. Rechtsstaatlichkeit erfordert konsequente Strafverfolgung unabhängig von politischen Motiven. Der Fall dokumentiert zudem die Belastung für Opfer von Gewalttaten, die sich nicht nur mit den körperlichen und psychischen Folgen auseinandersetzen müssen, sondern auch mit einem als intransparent wahrgenommenen behördlichen Vorgehen. Eine umfassende Aufklärung durch die zuständigen Stellen ist nicht nur im Interesse der Betroffenen, sondern auch im öffentlichen Interesse an rechtsstaatlichen Standards.

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