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Elbland-Kurier
Blaulicht

Amokfahrt in Leipzig - Was bisher bekannt ist

Zwei Tote, mindestens 22 Betroffene - Täter festgenommen

Von Redaktion21 Aufrufe
Ein dramatisches, fotorealistisches Vorschaubild im 16:9-Format, das eine Absperrung der Polizei in einer belebten Fußgängerzone zeigt. Im Zentrum steht ein beschädigter, dunkelgrauer Pkw mit ausgelösten Airbags. Zahlreiche Einsatzkräfte von Polizei und Rettungsdienst in Uniformen und Warnwesten kümmern sich um Menschen auf dem Pflaster oder sichern den Bereich. Im Hintergrund sind mehrere Rettungswagen und Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht sowie städtische Gebäude zu sehen. Am oberen Bildrand steht in großen, fetten Großbuchstaben der Text „AMOKFAHRT IN LEIPZIG: WAS BISHER BEKANNT IST“ und darunter „ZWEI TOTE, VIELE VERLETZTE - TÄTER FESTGENOMMEN“. Am unteren Rand befindet sich eine rote Plakette mit der Aufschrift „MATTHIAS KLOSE | 04. MAI 2026“.
Großeinsatz in der Leipziger Innenstadt: Nach der Amokfahrt am 4. Mai 2026 sicherten Rettungskräfte und Polizei den Tatort in der Grimmaischen Straße. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen. – Foto: Bildquelle: KI-generiert / Gemini Bildkomposition (basiert auf den redaktionellen Angaben zum Artikel von Matthias Klose vom 04.05.2026).

Am Nachmittag des 4. Mai 2026 ist in der Leipziger Innenstadt ein Pkw in eine Menschenmenge gefahren. Der Vorfall ereignete sich in der Grimmaischen Straße, einer der zentralen Fußgängerzonen der Stadt, nahe dem Augustusplatz und der Nikolaikirche. Die Ermittler sprechen von einer Amokfahrt.

Nach aktuellem Stand der Ermittlungen gibt es zwei Todesopfer. Mindestens zwei weitere Personen wurden schwer verletzt. Die Stadt Leipzig bezifferte die Gesamtzahl der Betroffenen auf rund 22 Personen. Die Rettungskräfte riefen einen sogenannten Massenanfall von Verletzten aus, kurz MANV, was die Aktivierung erweiterter Notfallpläne und den Einsatz zusätzlicher Kräfte aus der Region bedeutet.

Der mutmaßliche Täter wurde noch am Tatfahrzeug gestellt und festgenommen. Es handelt sich um einen 33-jährigen deutschen Staatsbürger. Von ihm gehe, so die Polizei, keine weitere Gefahr mehr aus. Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) bezeichnete ihn bei einer Pressekonferenz am Abend ohne Umschweife als "Amoktäter". Die Staatsanwaltschaft leitete noch am selben Abend Ermittlungen wegen Mordes in zwei Fällen sowie versuchten Mordes in mindestens zwei weiteren Fällen ein.

Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) meldete sich auf X zu Wort und sprach von einer "mutmaßlichen Amokfahrt", die ihn "zutiefst erschüttere". Die Behörden würden alles daransetzen, die Tat vollständig aufzuklären.

Für Betroffene, die sich noch vor Ort befanden, richteten die Rettungskräfte eine Betreuungsstelle im Gewandhaus ein. Zeugen wurden aufgerufen, sich dort zu melden. Eine Demonstration der Bildungsgewerkschaft GEW, die zeitgleich am Neuen Rathaus stattfinden sollte, wurde kurz nach Beginn durch die Polizei unterbrochen und abgebrochen.

Ein Motiv ist bisher nicht offiziell benannt. Die Ermittlungen laufen. Weitere Details zum Tathergang, zum Hintergrund des Täters und zu den genauen Umständen werden im Laufe der Nacht und des morgigen Tages erwartet.

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